Beitrag zur Festschrift „50 Jahre Adolf-Reichwein-Schule“ im November 2010

Die Geschichte des Vereins zur Förderung der Adolf-Reichwein-Schule in Friedberg e.V. beginnt im Jahr 2000, als engagierte Eltern und Lehrer mit dem damaligen Schulleiter Bruno Kraft den Verein mit ursprünglich 16 Mitgliedern aus der Taufe hoben. Die Vorstandsaufgaben übernahm zu Beginn der Vorstand des Schulelternbeirates unter Vorsitz von Jürgen Killer. Heute gehören dem Verein über 300 Mitglieder an, und er ist aus dem Schulalltag schon längst nicht mehr wegzudenken.

Die Ziele des Vereins sind in der Satzung festgelegt. Sie beinhalten die Förderung und Unterstützung der Schule bei der Erfüllung ihrer schulischen Aufgaben und die Übernahme von Trägerschaften für schulunterstützende Einrichtungen. Finanzielle und materielle Zuwendungen sollen Anschaffungen ermöglichen, für die öffentliche Mittel nicht zur Verfügung stehen. Dabei werden ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt.

Viele Förderanträge wurden im Laufe der Jahre gestellt und nach Prüfung durch den Förderverein umgesetzt. Beispielhaft seien hier die jährliche Unterstützung der Schülerbibliothek, die Anschaffung von Tischtennisplatten und Bänken für die Pausenhöfe, aber auch die finanzielle Unterstützung zur Teilnahme an Klassenfahrten genannt. Besonders erwähnt werden muss die Umgestaltung des Pausenhofes der Grundschule in den Jahren 2008 und 2009, die ausschließlich mit Geldern des Fördervereins in Höhe von über 30.000€ realisiert wurde. Um solche Projekte umsetzen zu können, organisiert der Förderverein alle zwei Jahre in enger Zusammenarbeit mit Lehrer- und Elternschaft einen Sponsorenlauf. Der letzte fand im August diesen Jahres statt und erbrachte Einnahmen in Höhe von etwa 10.000€.

Neben dieser Organisation und Mithilfe bei schulischen Veranstaltungen hat der Förderverein sich zum Träger aller von der Schule benötigten Serviceeinrichtungen entwickelt. So wurde im Jahr 2000 im Auftrag der Schulleitung ein Betreuungskonzept für den Grundschulbereich erarbeitet, systematisch umgesetzt und nach und nach erweitert. Heute werden ca. 50 Schüler der Klassen 1 bis 4 von acht Erzieherinnen von 7.45 bis 16:00 Uhr betreut.

2001 wurde der Kioskbetrieb für die Pausenverpflegung mit zwei Angestellten aufgenommen. Im folgenden wurde ein kleines Gebäude auf dem Schulgelände umgebaut, so dass zwei weitere Angestellte ein frisch zubereitetes Mittagessen für 30 Kinder zubereiten konnten.

Im Jahr 2005 wurde die ARS in das Programm „Ganztagsangebot nach Maß“ (GTA) der Landesregierung und des Wetteraukreises aufgenommen. Der Förderverein übernahm auf Wunsch der Schulleitung die finanzielle Trägerschaft. Diese umfasst die Entgegennahme der finanziellen Mittel von Kreis und Land, die Planung, Steuerung und Kontrolle der Ausgaben, die Abwicklung der Verträge mit den Kursleitern sowie deren Bezahlung, und die Rechnungslegung gegenüber Kreis und Land am Ende des Rechnungszeitraumes. Zudem arbeitet der Förderverein in der Planungsgruppe mit, die halbjährlich die Kursangebote vorbereitet.

Im Rahmen der Einführung des GTA war auch der Neubau der heutigen Caféteria nötig. Die gestiegenen Kapazitätsanforderungen an die Mittagsverpflegung konnten nicht mehr in Eigenregie bewerkstelligt werden, es wurde ein Caterer ausgewählt und ein internetbasiertes Bestellsystem eingeführt. Heute beschäftigt der Förderverein in der Caféteria fünf Frauen, die sich um den Kioskbetrieb in den Pausen und das Mittagessen kümmern.

Im Jahre 2004 übernahm der Förderverein die finanzielle Abwicklung des „Best Together“-Projektes, bei dem ca. 50 Schüler das Spielen eines Holz- oder Blechblasinstrumentes erlernen. Die von den Eltern zu leistenden Beiträge werden monatlich eingezogen, die zusätzlich benötigten Lehrer der Musikschule, neue Instrumente, Versicherungen und Reparaturen werden davon bezahlt.

Seit diesem Jahr hat der Förderverein auch die finanzielle Betreuung des neu an der Schule eingerichteten Solidarfonds übernommen, bei dem ein kleiner Beitrag von allen Schülern eingesammelt wird, um in Einzelfällen unterstützend wirken zu können.

Mit denen im Laufe der Jahre übernommenen Tätigkeiten betreibt der ehrenamtlich tätige Vorstand heute ein kleines mittelständisches Unternehmen mit 13 Angestellten für Betreuung und Caféteria und mehreren Honorarkräften im Rahmen des GTA. Für jedes der aufgeführten Aufgabengebiete ist eine gesonderte Kontoführung mit korrekter Buchhaltung und Aufbereitung für das ‚Finanzamt erforderlich. Für dieses außergewöhnliche, umfangreiche und langjährige ehrenamtliche Engagement wurde der Vorstand des Fördervereins im Jahre 2008 vom hessischen Kultusministerium ausgezeichnet.

Seit 2009 ist der Förderverein auch im Internet unter www.vzf-ars.de präsent. Dort findet man neben Informationen über den Verein auch alle Formulare zum Download. Per E-Mail sind wir unter foerderverein.ars@web.de zu erreichen. Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt und damit berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen. Unterstützen auch Sie uns zum Wohle unserer Kinder und helfen Sie so mit, die Geschichte des Fördervereins an der ARS weiterzuschreiben.